GfK präsentiert neueste Kaufkraftdaten für Österreich und die Schweiz

Kaufkraft in Österreich 2017. Grafik: GfK
Kaufkraft in der Schweiz 2017. Grafik: GfK

Zwei neue GfK-Kaufkraftstudien untersuchen die Kaufkraft in der Schweiz und Österreich im Jahr 2017. Innerhalb der Länder gibt es dabei ebenso starke räumliche Kontraste wie zwischen den Ländern. Für die Schweiz prognostiziert GfK im Jahr 2017 eine Kaufkraft von 42.142 Euro je Einwohner. Die Gesamtsumme der Kaufkraft liegt hier bei 350,9 Milliarden Euro (ohne Liechtenstein). Die Österreicher haben im Schnitt 22.597 Euro Kaufkraft pro Kopf für den Konsum, die Miete oder Lebenshaltungskosten zur Verfügung. Die Gesamtsumme der Kaufkraft liegt dort bei rund 196,6 Milliarden Euro.

 

Zum Vergleich: Die Gesamtsumme der deutschen Kaufkraft beläuft sich auf 1.827,5 Milliarden Euro. Bei 81 Mio. Einwohnern in Deutschland gegenüber 8,7 Mio. in Österreich und 8,3 in der Schweiz ist das allerdings wenig überraschend. Die Deutschen haben im Jahr 2017 eine durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.239 Euro. Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Der Fokus der Studie liegt in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede. Die Studie zeigt, wie regional verschieden die Kaufkraft verteilt ist, sowohl im nationalen Vergleich als auch innerhalb der Länder.

Die höchste Kaufkraft je Einwohner findet sich wie im Vorjahr in den Kantonen Zug, Schwyz und Nidwalden. Aufgrund der relativ geringen Anzahl an Einwohnern entspricht die Summe der Kaufkraft dieser drei Kantone jedoch nur rund 5 Prozent der Kaufkraftsumme der gesamten Schweiz. Die Einwohner des Kantons Zürich verfügen dagegen über fast 1,5 Mrd. € bzw. 20 Prozent der gesamten Schweizer Kaufkraft. Durchschnittlich verfügt jeder Bewohner des Kantons Zürich über eine Kaufkraft die 13 Indexpunkte über dem Bundesdurchschnitt liegt. Damit landet der Kanton Zürich im Ranking auf Platz vier.

Die Bewohner des zweiten einwohnerstarken Kantons Bern verfügen ebenfalls in der Summe über mehr als eine Mrd. € Kaufkraft. Im Durchschnitt liegt die Kaufkraft jedoch 7,6 Indexpunkte unter dem Eidgenössischen Durchschnitt bei 38.974 € pro Person. Damit landet der Kanton Bern im landesweiten Ranking auf Rang 15.

Österreich

Niederösterreich ist das einzige Bundesland, dessen Kaufkraft um rund 4 Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Vorarlberg folgt auf Rang zwei, dicht gefolgt von Salzburg und Oberösterreich, die ebenfalls jeweils eine knapp überdurchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft aufweisen. Im Bundesländervergleich liegt die Kaufkraft der Wiener Bevölkerung mit durchschnittlich rund 22.478 € pro Kopf auf Rang 5.

Tirol, Kärnten und die Steiermark bilden das Schlusslicht im Bundesvergleich. Im Durchschnitt verfügen Einwohner dieser Bundesländer mit einer Kaufkraft zwischen 21.803 € und 21.956 € über 2,8 bis 3,5 Prozent weniger Kaufkraft als der Bundesdurchschnitt.

Zur Studie

Die GfK Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Weitere Informationen zu den GfK Marktdaten stehen  unter www.gfk.com/de/products-a-z/regionale-marktdaten/.